NetCologne und NetAachen machen konkrete Investitionszusage für Nahbereiche!

Aachen, 27.11.2015

Soll weitergehen: Der NetAachen-FTTC-Glasfaserausbau ist auf Vectoring ausgerichtet.

Als Reaktion auf den Entwurf der Bundesnetzagentur zum Ausbau der Nahbereiche legten die regionalen Telekommunikationsanbieter NetCologne und NetAachen der Behörde eine konkrete Investitionszusage vor. Insgesamt will der Unternehmens-verbund bis 2018 rund 43 Millionen Euro in den Ausbau stecken. Damit treten die regionalen Anbieter offiziell in den Ring mit der Telekom um die Nahbereiche.

Bereits im April hatten NetCologne und NetAachen eine Investitionszusage für den Ausbau der Nahbereiche mit Vectoring abgegeben. Jetzt machten die Unternehmen diese konkret und übermittelten der Bundesnetzagentur eine detaillierte Absichtserklärung für den Ausbau innerhalb ihres Versorgungsgebiets. Darin verpflichten sich die Anbieter 60 Ortsnetze und knapp 200 Hauptverteiler bis Ende 2018 mit Vectoring-Technologie zu erschließen. Rund 1.500 Kabelverzweiger sollen im Zuge des Ausbaus mit Glasfaserleitungen angebunden werden. Insgesamt würden hiervon über 230.000 Haushalte profitieren.

Für eine Wettbewerbslösung

Mit der ersten Vectoring-Entscheidung hat die Bundesnetzagentur in Deutschland eine klare Aussage für den Glasfaserausbau im Wettbewerb getroffen. NetCologne und NetAachen gehören bundesweit zu den wenigen Anbietern, die der Telekom auf dieser Infrastruktur Konkurrenz machen. Wenn es nach den regionalen Anbietern geht, soll das mit Blick auf die Nahbereiche auch weiterhin so bleiben. „Wir begrüßen es, dass sich die Bundesnetzagentur erneut für eine Wettbewerbslösung in Deutschland ausspricht“, kommentiert NetCologne-Geschäftsführer Jost Hermanns den am Montag vorgelegten Entwurf der Behörde. Jetzt gelte es, die Rahmen-bedingungen sorgfältig zu prüfen und eine Regelung für den gemeinschaftlichen Ausbau aller investitionsbereiten Unternehmen zu finden.

Auch Andreas Schneider, Geschäftsführer der NetAachen, betonte die bereits getätigten Investitionen des Unternehmens in die regionale Infrastruktur und bekräftigte die Ausbau- und Vectoringpläne des Unternehmens: „Wir haben Vectoring bei unseren Netzausbauten immer im Fokus gehabt und stehen natürlich zu unserer Ausbauzusage!“

2.700 KVZ im Vectoring-Ausbau

NetCologne und NetAachen haben derzeit innerhalb ihres Verbreitungsgebiets bereits 2.700 Kabelverzweiger auf der Vectoringliste angemeldet. Davon wurden rund 1.400 bis heute mit Glasfaser erschlossen und sind in Betrieb. „Als regionaler Anbieter leisten wir unseren Beitrag zur Versorgung der Menschen mit schnellen Internetanschlüssen“, sagt Hermanns. „Und das möchten wir auch in Zukunft! In unseren aktuellen Ausbaugebieten haben die Nahbereiche den Ausbau in einer Mischkalkulation häufig erst möglich gemacht. Deshalb werden wir diese Bereiche mit Sicherheit nicht kampflos aufgeben“, betont der NetCologne-Chef.

„Wir gehen davon aus, dass unsere aktuellen und unsere bereits fertiggestellten Ausbauten genauso bei der Entscheidung berücksichtigt werden wie unsere bereits beantragten Ausbaugebiete“, fügt Schneider hinzu. „Die Nutzung von Vectoringtechnik ist fester Bestandteil hiervon.“