NetAachen, Stadt Aachen und Freifunk helfen gemeinsam Flüchtlingen

Aachen, 18.09.2015

NetAachen-Techniker René Stoll stellt die Verbindung zum Internet her

Wenn es um spontane Hilfe für Menschen in Not geht, stehen die Aachener zusammen, auch über Firmengrenzen hinaus. Dies zeigt diesmal die unbürokratische Absprache zwischen Andreas Schneider, Geschäftsführer der NetAachen GmbH, Felix Bosseler vom Verein Freifunk Rheinland e. V. und Robert Schmidt vom Gebäudemanagement der Stadt Aachen.

Die von der Stadt Aachen eingerichtete Flüchtlingsunterkunft in der Franzstraße hat als erste kostenfreies Internet bekommen. Über ein dahinter geschaltetes WLAN können die in der Unterkunft vorübergehend lebenden Menschen nun Kontakt zur Heimat halten. NetAachen stellt den Internetzugang kostenfrei zur Verfügung, die Stadt Aachen verteilte prompte Genehmigungen und übernahm die Kosten für Freifunk-fähige Router und Freifunk setzt den WLAN-Zugang auf, ebenfalls kostenfrei.

„Smartphones sind für die Menschen auf der Flucht regelmäßig die einzige Möglichkeit, anderen Familienangehörigen ein kurzes Lebenszeichen zu geben“, erklärt Andreas Schneider, „wir können an dieser Stelle helfen und machen das gern.“

„Um unser kostenfreies WLAN aufbauen zu können, brauchen wir leistungsfähige Internetzugänge, die uns zur Verfügung gestellt werden“, beschreibt Felix Bosseler die Vorgehensweise von Freifunk. „Dass die NetAachen ohne zu zögern Hilfe zusagte, als die Idee der Kooperationshilfe zur Debatte stand, hat mich sehr gefreut!“

Auch Robert Schmidt ist begeistert: „Natürlich helfen wir hier gern und schnell, das ist eine prima Sache!“

„Nicht zuletzt solche Kooperationen gehören für mich zu dem, was unsere Region so lebens- und liebenswert macht“, pflichtet Andreas Schneider den Vorrednern bei.

Ebenfalls mit kostenlosem Internet versorgt ist jetzt die Unterkunft in der Reumontstraße. Die Unterkünfte in der Michaelsbergstraße, der Barbarastraße und Kirchberg werden zeitnah folgen. Und inzwischen hat sich mit der Firma notebookkontor ein weiterer Partner gefunden. Das notebookkontor möchte bei weiteren anzuschließenden Flüchtlingsunterkünften gern die Router stiften.