Nach Boscheln jetzt Holthausen: NetAachen baut die Breitband-Überholspur in der Stadt Übach-Palenberg aus

Übach-Palenberg, 01.10.2015

Nach Boscheln jetzt Holthausen: Zeitnah und "möglichst noch in diesem Jahr" (NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider) werden 220 Adressen, darunter 271 Wohneinheiten, ans Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz angeschlossen.

Downloadraten von bis zu 100 Mbit/s möglich; Upload bringt eine deutliche Verbesserung von 10 auf bis zu 40 Mbit/s mit sich

Für Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch hätte die Woche kaum besser beginnen können. Nach Boscheln wird nun mit Holthausen auch ein kleinerer Stadtteil der im Süden des Kreises Heinsberg gelegenen Kommune komplett ans Glasfasernetz angeschlossen. Zeitnah und "möglichst noch in diesem Jahr", wie NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider in seiner Ausbau-Zusage formulierte.

Das dazugehörige und bereits in Boscheln praktizierte Verfahren nennt sich FTTC (Fibre to the Curb, Glasfaser an den Randstein; in die Nähe des Teilnehmers) – eine Anschlusstechnologie, bei der die Glasfaserleitungen bis zu den grauen Verteilerkästen am Straßenrand, den sogenannten Kabelverzweigern (KVz) verlegt werden. Von dort geht es mit der "normalen" Kupferleitung direkt in das jeweilige Gebäude. Dadurch verkürzt sich die Kupferstrecke deutlich, so dass ein Großteil der Daten über das hochmoderne Glasfasernetz der NetAachen transportiert werden kann. Höhere Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s und beim Einsatz von Vectoring sogar bis zu 100 Mbit/s sind das Ergebnis.

Konkret werden in Holthausen zwei Kabelverzweiger mittels vorgelagerter NetAachen-Technikkästen der Datenautobahn  zugänglich gemacht; und somit auch 220 Adressen (271 Wohn- und 56 Gewerbeeinheiten). Der von der NetAachen nach eingehender Prüfung als "wirtschaftlich abbildbar" bewertete Ausbau startet absehbar und untermauert die allgemeine Wahrnehmung, dass der nachhaltige Aufschwung in der Stadt Übach-Palenberg unvermindert anhält.

 

Vectoring

Ein zusätzlicher Prozessor, der in die den Kabelverzweigern vorgeschalteten NetAachen-DSLAM-Gehäusen (Digital Subscriber Line Access Multiplexer; DSL-Zugangskonzentratoren – Umsetzung von Lichtwellenleitern auf Kupfer) integriert wird, korrigiert Störsignale zwischen den Leitungen auf der letzten Kupfermeile in Echtzeit. Durch ein entsprechendes Gegensignal können die Daten deutlich schneller übertragen werden – das finale Stück Kupferlandstraße mutiert zur Datenautobahn. So können Bandbreiten bis zu 100 Mbit/s erreicht werden. Auch der Upload bringt dann eine deutliche Verbesserung von 10 auf bis zu 40 Mbit/s mit sich.

 

Über NetAachen

Als regionaler Anbieter für den Wirtschaftsraum Aachen-Düren-Heinsberg versorgt die NetAachen rund 47.000 Telekommunikationskunden und über 16.000 Kunden für TV-Kabelnetzdienste mit schnellen Verbindungen. Über 12.000 Kilometer Glasfaserleitungen wurden zu diesem Zweck bereits in die Erde verlegt. An dieses Glasfasernetz sind schon heute 140.000 Haushalte mit Bandbreiten von bis zu 200 Mbit/s angeschlossen. Allein in 2014 hat NetAachen über 4 Millionen Euro in den Netzbau investiert.

Das Unternehmen setzt kontinuierlich auf die Schaffung von breitbandigen Infrastrukturen in seinem Verbreitungsgebiet. In der Aachener Innenstadt hat NetAachen ein hochleistungsfähiges Glasfasernetz bis in die Keller der Gebäude auf Basis der Technologie FTTB (Fibre to the Building) verlegt und ist zudem Betreiber des kostenfreien WLAN-Netzes der Stadt Aachen.