enwor und NetAachen sorgen für rasend schnelle Up- und Downloadraten

Aachen, 15.05.2014

Erläuterten den schon in gut zwei Wochen beginnenden Glasfaserausbau (v.l.n.r.): enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel, Bürgermeister Arno Nelles, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider und Stephan Hunze, Leiter Netbetrieb der enwor.

Surfen mit bis zu 50 Mbit/s - eine erneute Kooperation der NetAachen mit der "enwor - energie & wasser vor ort GmbH" ist ausschlaggebend dafür, dass das schnelle Internet für ganz Würselen nicht länger ein Wunschdenken bleiben muss. Der Zeitplan steht: Bis zum 30. Juni 2015 möchte man rund 15.000 Haushalte und 400 Gewerbebetriebe mittels des sogenannten FTTC-Verfahrens (engl. Fibre to the Curb‚ Glasfaser an den Randstein; in die Nähe des Teilnehmers) erreichen.

Die Rollen sind klar verteilt, im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts arbeiten beide Partner Hand in Hand: Während die enwor für den Ausbau und den Unterhalt des Glasfasernetzes (passive Netzinfrastruktur) sorgt, betreibt NetAachen die aktive Systemtechnik und ist als Telekommunikationsanbieter der Ansprechpartner für die Kunden. 

Bei der Vorstellung des flächendeckenden Vorhabens freute sich vor allem Bürgermeister Arno Nelles über die damit verbundenen glänzenden Perspektiven für die Stadt Würselen: "Das schnelle Internet wird uns als Wohn- und Arbeitsort noch interessanter machen." Eine Einschätzung, der Städteregionsrat Helmut Etschenberg nur beipflichten konnte: "Gerade in der heutigen Zeit ist die Bandbreite des Internetanschlusses ein entscheidender Faktor bei der Standortauswahl eines jeden modernen Unternehmens."

Von den NetAachen-Backbone-Übergabepunkten (Basisnetz, Hauptstrang) in der Würselener Neustraße bzw. am Kaninsberg wird die enwor in gut zwei Wochen mit der Verlegung von Glasfaserkabeln auf einer ermittelten Distanz von 31 Kilometern beginnen, um insgesamt 85 neue DSLAM-Gehäuse der NetAachen (Digital Subscriber Line Access Multiplexer - DSL-Zugangskonzentrator, Umsetzung von Lichtwellenleitern auf Kupfer) anzuschließen und diese mit den bereits vorhandenen Kabelverzweigern (KVz) der Telekom zu verbinden. Durch diese Anbindung ans Glasfasernetz werden die bestehenden Telekom-Kupferstrecken zu den Würselener Gewerbetreibenden und Privathaushalten erheblich verkürzt - über VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) sind dann Datenübertragungsraten erzielbar, die den jetzigen Standard um ein Vielfaches übertreffen.

Nach Auskunft von enwor-Geschäftsführer Herbert Pagel wird die Zahl der offenen Baustellen so gering wir möglich gehalten: "Für zwei Drittel der neuen Kabelstrecken können wir bereits vorhandene eigene Leerrohre in unserem Stromnetz nutzen. Für den Rest sind Tiefbauarbeiten nötig, bei denen wir zeitgleich weitere Leerrohre einbringen, um bei künftigen Netzarbeiten erneute Straßenaufbrüche zu vermeiden." Etwa 1,3 Millionen Euro wird die enwor in die Ausbaukooperation mit dem offiziellen Namen "Bereitstellung breitbandiger Telekommunikationsanschlüsse auf der Basis von Glasfaser auf dem Gebiet der Stadt Würselen" investieren. Die NetAachen wird neben der Netzpacht noch einmal eine halbe Million Euro für die Technik beisteuern, die, so Geschäftsführer Andreas Schneider, "das sekundenschnelle Verschicken und Abrufen großer Datenmengen möglich macht."

Daneben sind das Wohngebiet Kapellenfeldchen und das Gewerbegebiet Aachener Kreuz bereits heute mit der FTTB-Technologie (Fibre to the Building) angeschlossen.