Breitbandausbau Stadt Aachen: "Wir sind auf der Zielgeraden!“

Aachen, 19.08.2021

Auf dem Foto: Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen (3.v.l.), Michael Gayer, Andreas Schneider (beide NetAachen), Jens de Vries, Tim Rothenbücher (beide Stadt Aachen), Bodo Rösener (NetAachen) und Michael Schlösser (DDG).

Diese Woche überzeugte sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen persönlich vom Fortschritt des laufenden Breitbandausbau-Programms der Stadt Aachen. Auf einer aktuellen Baustelle in Lintert traf sie sich mit Vertretern der NetAachen GmbH, Partnerunternehmen des Breitbandausbaus sowie Eigentümerin und Betreiberin der geförderten Netze. 93 Haushalte werden hier aktuell an das Glasfasernetz der NetAachen GmbH angeschlossen - alle Teil des von Bund und Land geförderten Ausbauverfahrens. Denn auch wenn die Kaiserstadt im deutschlandweiten Vergleich nicht schlecht dasteht: Noch gibt es sie, die sogenannten „weißen Flecken“ auf der Landkarte, Gebiete mit Downloadgeschwindigkeiten von unter 30 Mbits pro Sekunde. Etwa 1% aller Haushalte der Stadt Aachen sind noch betroffen, Tendenz sinkend: Bis 2022 sollen auch sie angeschlossen sein. Das nächste Ziel ist dann: Die flächendeckende Gigabitversorgung bis 2025. Für das Förderprogramm der "grauen Flecken" gelten seit April 2021 bereits neue Aufgreifschwellen von 100 Mbits pro Sekunde. Ab 2023 sind es dann 200 MBits - dann nicht nur im Download, sondern auch im Upload.

"Gerade die aktuellen Krisen zeigen, wie wichtig digitale Kommunikation für Aachen als Wissenschaftsstadt, für junge Familien, für Start-Ups, wie wichtig eine verlässliche Infrastruktur ist", betonte Sibylle Keupen bei unserem Gespräch.

Andreas Schneider, Geschäftsführer von NetAachen, sprach von der besonderen Herausforderung des Ausbaus der "weißen Flecken", denn diese erstrecken sich in einzelnen Clustern quer durch das Stadtgebiet: "Wir können deshalb nicht ein geschlossenes Netz bauen." In besonderen Situationen befanden sich die anzuschließenden Häuser sogar soweit an der Grenze, dass sie über belgische Gebiete angeschlossen werden mussten. Dank der Euregio klappte aber auch das am Ende problemlos.

Michael Gayer, Technischer Leiter für Netzbau und Infrastruktur bei NetAachen über das Baugebiet Lintert: „Lintert ist mit 93 Haushalten eher verdichtet, aber es wurden teilweise auch Häuser angeschlossen, die alleine auf dem Feld stehen." Auch der sehr felsige Mergelboden macht an einigen Stellen Probleme, berichteten Bodo Rösener, Bauleiter bei NetAachen und Michael Schlösser, Bauleiter beim Subunternehmen DDG. So hätte man in Lintert zum Beispiel drei Tage gebraucht, um 100 Meter Kabel zu verlegen.

Jens de Vries, Gigabitkoordinator im Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa zeigte sich zufrieden mit dem laufenden Projekt: "Wir liegen gut im Zeitplan und sind auf der Zielgraden. Das Ende ist absehbar."

Mehr Informationen zu unserem Breitbandausbau in Aachen lesen Sie auf: www.netaachen.de/weisseflecken.