Ausbaureport: Alsdorf, Herzogenrath und Würselen gehen ans Glasfasernetz!

Aachen, 06.04.2021

Es kann losgehen im Nordkreis: Die ersten Glasfaseranschlüsse werden in diesen Tagen bereits verlegt.

Es sind eben nicht nur die entlegenen Eifelkommunen, die noch nicht mit ausreichend schnellem Internet versorgt werden, sondern auch der dicht besiedelte Nordraum der StädteRegion Aachen, nämlich Alsdorf, Herzogenrath und Würselen. Nun kann es losgehen: Im Rahmen der Breitbandförderung schließt NetAachen rund 4.000 Haushalte, die sich bis dato noch mit Bandbreiten unterhalb von 30 Mbit pro Sekunde zufrieden geben mussten, mit Bandbreiten von mindestens 200 Mbit pro Sekunde an. Mehr als 100 Kilometer Glasfaser-Trasse werden dafür neu verlegt, bis in die Gebäude hinein ("FTTH" - "Fibre To The Home"). Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert die Maßnahmen mit 8,7 Millionen Euro -  das ist knapp die Hälfte der Gesamtfinanzierung von fast 17,5 Millionen Euro. Die verbleibende Restsumme wird größtenteils vom Land Nordrhein-Westfalen kofinanziert.

Nachdem die zähe Beantragungsphase erfolgreich abgeschlossen ist, soll es nun möglichst schnell gehen: „Die Maßnahmen zum Breitbandausbau im Fördergebiet sind zwischenzeitlich angelaufen. Als Erstes konnte dabei der Anschluss der Europaschule in Herzogenrath-Merkstein an das Glasfasernetz erfolgreich abgeschlossen werden“, freut sich „Gigabitkoordinator“ Patrick Hahne von der StädteRegion Aachen, der das Projekt koordiniert. In dem dafür vorgeschriebenen europaweiten Vergabeverfahren setzte sich der regionale Telekommunikationsanbieter NetAachen durch. Als Subunternehmen unterstützt die enwor – energie und wasser vor Ort GmbH aus Herzogenrath. „Natürlich kommt uns die jahrelange Kompetenz der beiden Partner zugute. Es sind ja bei weitem nicht die ersten Glasfaseranschlüsse, die sie in der Region verlegen", so Hahne.

Startschuss in der "Wildnis"

In diesen Tagen starten die Tiefbauarbeiten in Herzogenrath bereits in dem kleinen Örtchen „Wildnis“. Hier werden Multirohre verlegt, durch die anschließend die Glasfaserkabel eingezogen werden. In Alsdorf-Duffesheide sind diese Rohre auf einer Länge von 200 Metern bereits verlegt. Sie versorgen hier bereits die ersten sechs Hausanschlüsse. Weitere Anschlüsse werden folgen. In Alsdorf-Begau und Alsdorf-Warden laufen die Tiefbauarbeiten schon, in Alsdorf-Bettendorf und der Broicher Siedlung beginnen sie ebenfalls nach dem Osterwochenende. In Würselen startet der Ausbau erst Mitte des Jahres. Hier soll die Anschlussplanung noch an die neuesten Ausbaupläne des Flugplatzes Merzbrück angepasst werden.

Priorität haben die Schulen

Mit Priorisierung werden aktuell bereits 24 Schulen in Alsdorf, Herzogenrath und Würselen angeschlossen werden. „Gerade durch den Lockdown mit dem lang andauernden Distanzunterricht ist jedem klar geworden, wie wichtig eine schnelle Netzanbindung gerade an den Schulen ist“, erklärt Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. „Auch bei uns im Nordkreis gibt es etliche dünn besiedelte Ortslagen, in denen ein Glasfaseranschluss keine Selbstverständlichkeit ist. Wir sehen genau das als einen extrem wichtigen Teil der Grundversorgung und damit auch der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wenn wir verstärkten Einsatz von Homeoffice fordern – aktuell aufgrund der Pandemie, aber auch dauerhaft als wesentlichen Baustein, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können sowie aus ökologischen Gründen - müssen wir auch die Grundlagen dafür schaffen.“

Innerhalb von zwei Jahren, also bis März 2023, soll das Ausbauprojekt abgeschlossen sein, so Patrick Hahne. Dann soll es in den drei Städten keine weißen Flecken mehr geben.

Mehr Informationen zum Ausbauprojekt der Städteregion gibt es auf https://www.staedteregion-aachen.de/breitband. Welche Weiße-Flecken-Gebiete die NetAachen außerdem ausbaut, ist unter https://www.netaachen.de/weisseflecken nachzulesen.