04. September 2012

8. NetAachen-Domspringen am 5. September: Björn Otto will„beim coolsten Meeting der Welt“noch mal hoch hinaus

Silbermedaillen-Gewinner schwärmt von Aachen - Großer Saisonabschluss mit hochklassigem Feld: 13 nationale und internationale Spitzenathleten versprechen Spitzen-Event.

Die Saison der Stabhochspringer im Olympia-Jahr war lang. Doch das NetAachen-Domspringen ist und bleibt traditionell am Ende der Saison noch mal ein besonderer Höhepunkt für die Stabhochspringer und stellt gleichzeitig deren Saisonabschluss dar. Insgesamt 13 nationale und internationale Topathleten wollen am morgigen Mittwoch, 5. September, wieder hoch hinaus auf dem Aachener Katschhof, zwischen historischem Rathaus und Dom gelegen. Den „Hexenkessel“ nennen es die Athleten, aufgrund der Nähe zu den knapp 5.000 Zuschauern und der eingekesselten Stabhochsprung-Anlage. Hier stellte im Jahr 2010 der amtierende Deutsche Meister, Malte Mohr, den bisherigen Meeting-Rekord mit 5,90m auf. Björn Otto, Silbermedaillen-Gewinner von London und zweimaliger Sieger des NetAachen-Domspringens, würde diese Marke 2012 nur zu gerne noch knacken.
„Das NetAachen-Domspringen ist für mich das coolste Meeting der Welt. Die Atmosphäre hier, die Nähe der Zuschauer und das Teilnehmerfeld suchen seinesgleichen. Wenn alles zusammen passt, dann wäre es sicher hier in Aachen möglich, die sechs Meter in Angriff zu nehmen“, so Otto bei seiner Vor-Ort-Besichtigung heute in Aachen.

 

Doch bevor der 34-Jährige die magischen sechs Meter auflegen lassen kann, muss sich Deutschlands derzeit bester Springer vorerst gegen starke Konkurrenz behaupten. Neben Otto wollen auch der Bronzemedaillen-Gewinner von London, Raphael Holzdeppe sowie Malte MohrKarsten DillaAlexander StraubHendrik GruberMichael FrauenTobias Scherbarth und Shootingstar Tom Konrad um den Sieg beim 8. NetAachen-Domspringen ein Wörtchen mitreden. Damit sind die besten neun Stabhochspringer aus Deutschland in Aachen vereint. „Das liest sich wie eine Neuauflage der Deutschen Meisterschaften“, sagt Mit-Organisator Michael Leers. Aber es ist weitaus mehr, denn mit dem Olympia-Fünften Steven Lewis (GBR), Yoo Suk Kim (KOR) und dem niederländischen Meister Robbert-Jan Jansen kommen zudem drei internationale Topspringer nach Aachen. Mit dabei sein wird auch der deutsche Nachwuchsspringer Marvin Caspari aus Leverkusen, der einen Platz im Hauptfeld bei einem vorab Ausscheidungs-Wettkampf für sich entscheiden konnte. Kurzfristig absagen musste leider der US-Amerikaner Jeremy Scott. Das NetAachen-Domspringen beginnt mit dem Hauptspringen um 18.30 Uhr. Zuvor können sich die Zuschauer ab 15.30 Uhr über einen Einlagewettkampf einiger Top-Stabhochspringerinnen freuen. Der Eintritt ist wie immer fei.

 

Aufbau verlangt logistische Höchstleistung

Seit Dienstag früh sind die Helfer der Alemannia Aachen damit beschäftigt, den Katschhof erneut in eine Stabhochsprungarena zu verwandeln. Tribünen für über 1.000 Zuschauer werden aufgebaut. Und damit die Weltklasse-Stabhochspringer zu ihren Höhenflügen ansetzen können, sorgt ein 50 Meter langer Steg wie in den Vorjahren für den richtigen Anlauf. Dazu bedarf es eines präzisen Aufbaus. Ein Höhenunterschied von 1,20 Metern muss auf 50 Metern ausgeglichen werden. Alles muss stimmen, damit die Leistungen der Athleten auch ihren Weg in die Bestenlisten schaffen, alles wird final nach den Statuten des DLV abgenommen. „Eine handwerkliche Herausforderung, bei der wir 320m² Holzplatten unter dem Anlaufsteg verbauen. Weitere 50m² Holz dienen als Fachwerk für die Unterkonstruktion des Steges“, sagt Michael Leers, Mit-Organisator des NetAachen-Domspringens. Damit auch die Sprungmatte in gleicher Höhe zum Anlaufsteg liegt, werden 350 Europaletten unter die Matte gebaut. Der Steg misst 1,50 Meter in der Breite, so dass die Athleten einen sicheren Anlauf haben. Dazu werden die Athleten wieder zu ihrer Lieblingsmusik springen und die Atmosphäre hochkochen lassen.