11. NetAachen-Domspringen:

06. August 2015

Am Ort des Geschehens: Michael Mronz (Geschäftsführer der MMP Veranstaltungs- und Vermarktungs GmbH), Andreas Schneider (Geschäftsführer der NetAachen), Stabhochspringer Carlo Paech, Michael Leers (Leichtathletik-Abteilung TSV Alemannia Aachen) und Oberbürgermeister Marcel Philipp auf dem Katschhof.

 

 

Vorfreude auf internationales Topfeld und deutschen Überflieger
Stabhochsprungelite setzt zum elften Mal zu spektakulären Höhenflügen auf dem Aachener Katschhof an – Deutsche Stabhochsprung-Überraschung des Jahres Carlo Paech freut sich auf das NetAachen-Domspringen – Spitzensport und beste Unterhaltung –
Freier Eintritt für Zuschauer – Kommt Holzdeppe?

Auch im elften Jahr wird es beim NetAachen-Domspringen auf dem Aachener Katschhof hoch hinaus gehen. Für den 9. September haben sich die Stars der Stabhochsprung-Szene in der Kaiserstadt angekündigt, um beim „schönsten und hochkarätigsten Marktspringen der Welt“ ihr Können zum Saisonabschluss zu beweisen. „Das NetAachen-Domspringen gehört inzwischen zu unserer Stadt wie das Rathaus, der Dom oder der CHIO und die Alemannia. In diesem Jahr feiern wir das rheinische Jubiläum. Elf Jahre Weltklassesport in Aachen mit zahlreichen unvergesslichen Momenten haben dazu beigetragen, dass unsere Stadt über die Grenzen hinaus an Bekanntheit hinzugewonnen hat. Mit unvergesslichen Momenten sind nicht nur die Leistungen der Sportler gemeint, sondern auch die Erinnerung an das begeisternde und außergewöhnliche Aachener Publikum. Die Stimmung auf dem Katschhof ist unbegreiflich und ich bin mir sicher, dass die Zuschauer die Sportler beim `jecken Jubiläum´ zu hervor-ragenden Leistungen beflügeln werden“, ist sich Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp bereits heute sicher.

 

Nur wenige Tage nach der WM in Peking wird ein top besetztes Feld internationaler und nationaler Weltklassespringer zwischen Dom und Rathaus zu Höhenflügen ansetzten. „Toll, dass so knapp nach den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in China so viele Athleten ihr Kommen zum 11. NetAachen-Domspringen zugesagt haben“, freut sich Andreas Schneider, Geschäftsführer der NetAachen. „In der Bevölkerung ist das Interesse am NetAachen-Domspringen 2015 ebenfalls groß, wir haben bereits viele Nachfragen erhalten. So denke ich, dass der Besucherzuspruch auch dieses Jahr groß sein wird, es empfiehlt sich, früh da zu sein. Auch die Sportler freuen sich schon auf die tolle Stimmung zwischen Dom und Rathaus, die das NetAachen-Domspringen so besonders macht. Ich bin gespannt, welche Höhe dieses Jahr über den Sieg entscheiden wird, spannend wird es auf jeden Fall werden, das kennen wir ja bereits. Und natürlich ist der Besuch der Veranstaltung für die Zuschauer auch in diesem Jahr wieder kostenlos!“

 

Deutsche Stabhochsprung-Überraschung des Jahres startet beim NetAachen-Domspringen
Ein Sportler freut sich schon ganz besonders auf das Springen auf dem Katschhof. Der Deutsche Carlo Paech ist 2015 die Überraschung im deutschen Stabhochsprung. In diesem Jahr steigerte er seine persönliche Bestleistung von 5,53 Meter auf 5,80 Meter und qualifizierte sich damit auch für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Peking. Beim NetAachen-Domspringen ist er zum ersten Mal dabei. „Ich freue mich schon riesig auf das Springen in Aachen. Alle Athleten schwärmen immer von der sensationellen Atmosphäre bei diesem Wettbewerb. Und auch sportlich kann es hier hoch hinausgehen, wie der 6,01 Meter Rekordsprung von Björn Otto gezeigt hat. Toll, dass ich erstmals dabei sein kann.
Zum Saison-Ende werden alle Sportler sicher noch einmal alles geben und es wird ein spannender Wettkampf werden“, ist sich Paech sicher. Der 22-Jährige kann schon in seinen jungen Jahren auf eine ereignisreiche Karriere zurückblicken. Er wurde 2009 Vizeweltmeister bei der U18-WM in Brixen, 2011 Deutscher Juniorenmeister. 2013 wechselte er dann vom kleinen Brandenburger Verein SC Hohen Neudorf zur Stabhochsprung-Hochburg TSV Bayer 04 Leverkusen. Doch dort lief es zunächst nicht nach Plan, nichts schien mehr zu gelingen.

2014 sah die damalige Nachwuchshoffnung das Kapitel Sport wegen mentaler Probleme schon fast zu Ende gehen. Mehrere Monate verzichtete er ganz auf den Stabhochsprung. Doch nach einigen Monaten Abstand war es Hendrik Gruber (TSV Bayer 04 Leverkusen), der 2015 ebenfalls beim NetAachen-Domspringen an den Start gehen wird, der Carlo Paech spontan fragte, ob er nicht mal wieder mitspringen wolle. Paech griff wieder zum Stab und von da an lief es deutlich besser. Der Saisonverlauf 2015 gleicht dabei schon fast einem Märchen. Persönliche Bestleitung um 27 Zentimeter verbessert, dritter Platz bei den Deutschen Meisterschaften, aktuell 12. der Jahresbestenliste und die WM Teilnahme in Peking fest im Blick. „Woher die Blockade kam und warum sie auf einmal wieder weg war, kann ich nicht genau erklären. Aber eins habe ich gelernt: Man darf niemals aufgeben“, lautet sein Fazit.

 

Doch nicht nur Paech zeigt sich aktuell in guter Form. „Die Deutsche Meisterschaft vor knapp zwei Wochen hat gezeigt, dass die Stabhochspringer ihre Verschnaufpause vom letzten Jahr beendet haben. Die anstehende WM sorgt wieder einmal für beeindruckende Leistungen im Vorfeld, die hoffentlich ihren krönenden Abschluss beim 11. NetAachen Domspringen finden. Es wäre ja nicht das erste Mal. Die ganze Alemannia fiebert diesem Spitzenevent entgegen“, sagt Michael Leers vom TSV Alemannia Aachen.

 

Neben Paech und Hendrik Gruber (Saisonbestleistung 5,55 Meter und 4. der Deutschen Meisterschaften 2015) wird auch Tobias Scherbarth in Aachen dabei sein. Mit einer Saisonbestleitung von 5,70 Meter ist er ebenfalls für die WM in Peking nominiert. Bei den deutschen Meisterschaften wurde er Zweiter. Als vierter deutscher Starter beim NetAachen-Domspringen steht Marvin Caspari fest, der in dieser Saison seine persönliche Bestleistung auf 5,50 Meter verbessern konnte. Ob auch der derzeit beste Deutsche, Raphael Holzdeppe, nach Aachen kommt ist noch offen.

 

Internationale Starter so gut wie nie - Enge Leistungsdichte
Der Sieg beim 11. NetAachen-Domspringen wird aber auch über die internationalen Starter führen. Und die haben es in diesem Jahr in sich. Selten war ein Feld international so stark und eng besetzt. Gleich drei Springer haben eine Jahresbestleistung jenseits der 5,80m zu verbuchen. Unter anderem hat bereits der Kanadische Meister Shawn Barber zugesagt. Er gilt als Shooting-Star der Szene, in Europa jedoch noch kaum bekannt. 2015 steigerte Barber seine Bestleistung auf 5,93 Meter und steht damit aktuell auf Rang drei der Weltjahresbestenliste. 5,82 Meter kann der US-Meister Sam Kendricks in diesem Jahr für sich verbuchen. Damit steht der College-Student auf der Weltjahresbestenliste auf Rang 7. Von den beiden jungen Wilden wird in den kommenden Jahren eine Menge zu erwarten sein. Auf die gleiche Höhe von 5,82 Meter schaffte es bereits auch der Tscheche Michael Balner, der ebenfalls in Aachen dabei sein wird. Weitere internationale Topstarter sind zudem im Gespräch.

 

Organisiert wird das NetAachen-Domspringen gemeinschaftlich von der MMP Veranstaltungs- und Vermarktungs GmbH und der TSV Alemannia Aachen. „Die Leichtathletik in Deutschland erlebt seit Jahren einen spürbaren Aufschwung. Anteil daran haben auch Meetings wie das NetAachen-Domspringen, die den Sport und die Stars direkt zu den Menschen bringen“, sagt Michael Mronz. Der Geschäftsführer der Kölner Agentur MMP weiß, wie wichtig das Engagement der NetAachen GmbH ist und wirbt für die olympische Kernsportart in Deutschland. „Athleten wie auch die Zuschauer haben hier in Aachen durch das Engagement von NetAachen und den anderen Partnern die Möglichkeit, vor einer außergewöhnlichen Kulisse Weltklassesport hautnah und kostenlos zu erleben“, sagt Mronz. „Diese Meetings zeigen deutlich, welches Unterhaltungspotential die Leichtathletik besitzt“, so Mronz weiter im Hinblick auf die EM 2018 in Berlin.

 

Beginn des 11. NetAachen-Domspringens am 9. September ist um 15.30 Uhr mit einem Einlage-Wettkampf der Frauen. Ab 18:30 Uhr beginnt die Vorstellung der Athleten. Der Eintritt zum Katschhof ist frei. Es wird empfohlen, sich frühzeitig einen Platz zu sichern.