7. September 2016

Nach 545 Wettkämpfen ist Schluss: Spitzenreiter Björn Otto verabschiedet sich vom Publikum

Deutscher Rekordhalter Björn Otto beendet Stabhochsprung-Karriere beim NetAachen-Domspringen

 

Ein großer Sprung ins Karriereende – beim heutigen NetAachen-Domspringen beendete Björn Otto seine großartige Sportlaufbahn. Auch wenn es am Ende nur 5,10m waren – eine Höhe die Otto viele Jahre lang locker übersprang – so war die Freude beim Deutschen Rekordhalter dennoch groß. Geplagt von vielen Verletzungen waren ihm in den letzten Jahren nicht viele Wettkämpfe möglich. Doch heute in Aachen konnte er sich mit einem gültigen Sprung unter dem tosenden Jubel der Zuschauer verabschieden. „Das ist einfach Wahnsinn hier. Das Springen ist genial, die Atmosphäre großartig und das Publikum erste Sahne“, so Björn Otto. 2012 war ihm in Aachen der größte Sprung seiner Karriere gelungen. Mit 6,01 stellte er einen neuen Deutschen Rekord auf und zog in den erlesenen Club der 6-Meter-Springer ein. Im gleichen Jahr hatte er bereits die Silber-Medaille bei den Olympischen Spielen in London gewonnen und wurde in der Halle und Vize-Weltmeister und Vize-Europameister.

 

Das NetAachen-Domspringen konnte Otto vier Mal gewinnen und so war es keine Überraschung, dass das Aachener Publikum seinem Publikumsliebling einen großartigen Abschied bereitete. Viele Weggefährten ließen es sich nicht nehmen und kamen vorbei, unter ihnen Danny Ecker und Jeff Hartwig ebenfalls wie Otto ehemalige 6-Meter Springer und Rens Blom, Weltmeister von 2005. Und nach dem letzten Sprung unterbrachen auch die restlichen Athleten ihren Wettkampfablauf und gratulierten dem 38-Jährigen, der direkt versprach, dem NetAachen-Domspringen treu zu bleiben und im nächsten Jahr als Zuschauer wiederzukommen.

 

Tobias Scherbarth siegt bei Otto-Abschied

 

Gesprungen wurde selbstverständlich auch. Den Sieg beim 12. NetAachen-Domspringen konnte Tobias Scherbarth für sich verbuchen. Er übersprang als einziger Athlet die 5, 60 m und freute sich sehr über den Sieg, beim „besten Marktspringen der Welt“, so Scherbarth. Er versuchte sich im Anschluss auch noch drei Mal an 5,80 Metern. Doch die deutsche Jahresbestleistung, die zugleich persönliche Bestleistung für ihn bedeutet hätte, wollte heute nicht gelingen. Zweiter wurde der niederländische Meister Menno Vloom vor dem 4. der Olympischen Spiele in Rio, Piotr Lisek.